Es gab eine Zeit, da konnten nur grössere Unternehmen Kreditkartenzahlungen entgegennehmen – für KMUs, Selbständige und Privatpersonen waren die technischen, vertraglichen und finanziellen Hürden schlicht zu hoch. Dann kam PayPal und machte Kreditkartenzahlungen auch für “the rest of us” attraktiv – zumindest im Web. Doch in einem kleinen Laden, auf der Strasse oder unter Freunden ist Plastikgeld weiterhin keine praktikable Währung.
Das könnte sich nun bald ändern: Mit iZettle wurde in Schweden gerade eine Lösung lanciert, die ein iPhone (oder auch ein iPad) zu einem Zahlungsterminal macht. Dazu benötigt man einerseits die iZettle-App, andererseits den formschönen iZettle Card Reader, der in den Dock Connector gesteckt wird. Sowohl die App als auch der Reader sind kostenlos, iZettle verdient dafür an jeder Transaktion mit (Grundgebühr von rund EUR 0.16 plus 2.75% des Transaktionswerts).
Wie vielseitig die Anwendungen für eine solche Zahlungslösung sind erklärt der Mann im hellblauen Hemd im obigen Spot (der irgendwie an die preisgekrönte Old-Spice-Kampagne erinnert). Wer es etwas konkreter wissen möchte, dem sei das nachfolgende Video empfohlen.
iZettle ist übrigens nicht das einzige System, das so funktioniert: In den USA gibt es mit Square eine ähnliche Lösung. Die Hardware wird dort allerdings in die Kopfhörerbuchse gesteckt, und der Square-Reader erfasst nur den Magnetstreifen der Karte, während der iZettle-Reader den in Europa üblichen Chip ausliest.