
Es gibt ein kleines Peripherie-Dings für das iPad, dass ich ganz praktisch finde: den iRig. Das ist ein kleiner Adapter, über den man Gitarre oder Bass an den iPad anschliessen kann. Das Ding hat zwei Eingänge (Gitarre und Kopfhörer) und einen Ausgang für den iPad (oder das iPhone). Via Kopfhörerbuchse kann man das ganze mit passendem Kabel auch an einen Verstärker/eine Box anschliessen. Der iRig kostet etwa 40 Franken.
Die passende App dazu heisst Amplitube. Amplitube simuliert fünf verschiedene Verstärkerarten (Clean bis Metal sowie Bass), fünf Boxen und zwei Mikrofone. Dazu gibt’s die elf gebräuchlichsten Effektgeräte (Delay, Chorus, Distortion etc.). Bis zu vier davon lassen sich jeweils mit Verstärker/Box/Mik nach Wahl als eines von 36 Presets abspeichern. Visuell ist das Ganze ganz alte Schule, d.h die Geräte sehen so aus wie im Übungsraum vor 100 Jahren und man kann fröhlich an virtuellen Knöpfen rumdrehen, bis einem die Einstellung gefällt. Amplitube beinhaltet darüberhinaus ein Stimmgerät und ein Metronom.
Cool ist die Möglichkeit, Songs zu importieren, um dann dazu zu spielen. Importieren kann man allerdings nicht von der iTunes-Bibliothek auf demselben Gerät, sondern man muss die Songs via Webbrowser von einem Computer holen, welcher über dasselbe (WiFi-)Netz läuft. Das ist zwar ein ganz klein wenig umständlich aber ich gebe jetzt mal Steve Jobs die Schuld dafür.
Amplitube gibt’s gratis zum Ausprobieren oder in der Vollversion (welche man mit zusätzlich zu bezahlenden Effekten erweitern kann) für 20 Franken. Effekte und Amps klingen nach meiner bescheidenen Meinung sehr ok und zusammen mit dem iRig ergibt sich eine einfache, günstige und handliche Übungsmöglichkeit.
Autor: Martin Stulz