
Die Reaktionszeit zwischen Klingeln und Gespräch annehmen ist bei einem Tablet viel kürzer als bei einem Handy. Denn dank seiner Grösse wird es ruck zuck gefunden. Das ist sozial sehr korrekt, da das Geklingle mein Umfeld nun weniger lange nervt.
Ebenfalls sehr sozial ist die Freisprechfunktion. Dank dieser bekommen die Mitreisenden im Zug nicht nur die Hälfte, sondern den kompletten Inhalt meiner Konversation mit. Das freut das Pendlerherz! Wenn ich hin und wieder dennoch ein bisschen Privatsphäre wahren möchte, flüstere ich ganz leise in mein Tablet bis ich das Headset entwirrt habe. Doch leider ist das Mikro meines Gadgets nicht fürs Flüstern gemacht. Und so brüllt mein Gesprächspartner erst „WAS SAGST DUUU?“ und anschliessend Dinge, die nur für ein Ohr bestimmt waren, durch das voll besetzte Zugsabteil.
Wie man sieht, ist ein Tablet ein eher unpraktisches Telefon. Aber das Gefühl, das grösste im ganzen Zug zu haben, lässt mich alle Probleme vergessen.
Autorin: Sarah Paul