Überall dort, wo Angebot und Nachfrage aufeinander treffen, besteht das Potential für eine Bewertungsplattform. Was bei Büchern, DVDs, Unterhaltungselektronik, Restaurants, Feriendestinationen, Handwerkern und Ärzten funktioniert, sollte doch eigentlich auch bei Wohnungsvermietern und -verwaltern funktionieren. Dies sagten sich jedenfalls Chris Menzi und Tinu Glauser und lancierten www.vermieter-check.ch. Dort kann man seinen (aktuellen oder ehemaligen) Vermieter bzw. dessen Verwaltung bewerten, was ein öffentlich einsehbares Rating ergibt – jene wiederum haben das Recht zur Gegendarstellung. Die Plattform wird zwar nicht vom Mieterverband betrieben, liefert aber Mietertipps für den redaktionellen Teil.
Ob das funktionieren kann? Das Bedürfnis auf Mieterseite ist wahrscheinlich vorhanden, und in einem Land von Mietern wie der Schweiz wäre auch das Potential für eine kritische Masse gegeben. Das Problem sehe ich eher darin, dass der Wohnungsmarkt dermassen ausgetrocknet ist, dass die Bewertung des zukünftigen Vermieters wohl eine untergeordnete Rolle spielt, wenn man endlich die Zusage für eine Wohnung bekommen hat.