Ralph Hutter – besser bekannt als Pixelfreund – ist einer der bekannteren Blogger in unserem Lande und seit kurzem als Leiter Marketing/Kommunikation bei Namics auch beruflich dazu berufen, über Corporate Blogging zu sprechen. Er tat dies gestern im Rahmen eines Aiciti Events in Zürich. Zielgruppe waren weniger die Hardcore-Blogger (diese treffen sich ja morgen im BlogCamp Switzerland), sondern Marketing- und Kommunikationsbeauftragte in Unternehmen, welche Blogs als Mittel der Unternehmenskommunikation einsetzen möchten.
Hutter vermied jede technische Diskussion sondern zeigte anhand von konkreten Beispielen die Dos und Don’ts des Corporate Blogging (wobei nebst Swiss, Rolotec, Cyon, INM, Namics und Hostpoint auch Futurecom Erwähnung fand, wie obiges Foto zeigt). Einige Kernthesen:
- Corporate Blogging braucht eine Zieldefinition, ein einfaches Konzept und einige elementare Regeln – der Rest muss organisch wachsen.
- Corporate Blogging soll allen offen stehen, aber freiwillig sein.
- In einem Blog erwartet ein Leser nicht bloss Fakten, sondern Meinungen. Blogger dürfen also subjektiv schreiben, sie sollen dabei aber sachlich und fachlich bleiben.
- Ein Corporate Blogger muss sich bewusst sein, dass er eine persönliche Meinung äussert und nicht der Pressesprecher des Unternehmens ist.
- Ein Blog soll authentisch, aktuell, kompetent und thematisch fokussiert berichten.
- Plumpe Eigenwerbung im Corporate Blog schadet der Akzeptanz bei den Lesern.
- Ein Corporate Blog kommuniziert nicht nur nach aussen, sondern auch nach innen (an die eigenen Mitarbeiter).
- Corporate Blogging braucht etwas Experimentierfreude, viel Geduld, ein klares Commitment des Managements und eine geeignete Firmenkultur.
- Der Umgang mit kritischen Kommentaren ist entscheidend: Niemals löschen, sondern einen konstruktiven Dialog aufnehmen.