Nicht nur Zeitungen spüren die Krise in der Printindustrie, auch Magazine sind mehr und mehr betroffen. In den USA sind die Werbeeinnahmen der Magazine im Durchschnitt um 18,1% gesunken. Die allgemein Wirtschaftsaussichten für das Jahr 2010 werden nun als besser eingeschätzt – doch der Werbedollar scheint nicht zu den Magazinen zurück zu kehren.

Auf der Gewinnerseite stehen neue Formate; ein gutes Beispiel ist Sugar. Sugar wurde vor vier Jahren gegründet und macht heutzutage gegen 50 Millionen Dollar Umsatz. Brian und Lisa Sugar gründeten den Sugar Blog und mittlerweile arbeiten 116 Personen für Sugar. Das Unternehmen umfasst ein ganzes Netzwerk an Blogs – alle auf die Bedürfnisse einer vorwiegend weiblichen Zielgruppe ausgerichtet.
Gawker Media (zu denen auch Gizmodo.com gehört) ist ein weiteres gutes Beispiel für die Veränderungen im Medienumfeld. Nick Denton der Gründer und mittlerweile Besitzer eines Media-Powerhouses erwartete noch vor vier Jahren, dass sich der Umsatz bei 2 Millionen Dollar einpendeln würde. Im Jahre 2009 wurde bereits die 300 Millionen Dollar Grenze überschritten und die Umsätze haben immer noch astronomische Wachstumsraten von 40%.
Der Werbedollar (und auch der Werbefranken) bewegt sich immer schneller in Richtung neuer Formate – und neue Hardware (z.B. iPad oder sonstige Tablets) begünstigen diesen Wandel noch zusätzlich. Der Zug für die alten Medienhäuser ist wahrscheinlich noch nicht ganz abgefahren, jedoch steht 5 vor 12.