Dieser Blog

Suche

iPhone App

Kalender der Einträge

<März 2010>
MoDiMiDoFrSaSo
22232425262728
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
2930311234

News

Liebe Blog-Leser

Wir freuen uns, den Futurecom Blog präsentieren zu dürfen. Viel Spass bei der Lektüre der Beiträge rund um das Geschehen in der digitalen und analogen Welt.
"Sachdienliche" Kommentare sind jederzeit willkommen.
Abonnieren Sie sich den Frog-Blog als RSS-Feed und bleiben Sie informiert!

Andreas Widmer
CEO Y&R Gruppe

Advico Y&R, Futurecom AG & Wunderman

Register | Sign in

Syndikation

Diverses





  • bloggerei.de
  • Blog Verzeichnis



Microsoft und Open Source – Konkurrenz oder Kollaboration?

Referat von Thomas Reitze an der OpenExpo in Bern

Im Rahmen der OpenExpo sprach Thomas Reitze (Director Public Sector von Microsoft Schweiz) heute in Bern über das Verhältnis von Microsoft zu Open Source Software. Microsoft-Gründer Bill Gates gilt ja seit seinem Open Letter to Hobbyists von 1976 als Vorreiter von proprietärer (und kostenpflichtiger) Software. Dass das Verhältnis zur Open-Source-Community kein einfaches sein kann, liegt deshalb auf der Hand, und entsprechend war das Referat gut besucht.

Reitze stellte zunächst klar, dass die Entwicklung von proprietärer Software nach wie vor ein sinnvolles und legitimes Business-Modell darstelle. Microsoft investiere jährlich 9.5 Mrd. US-Dollar in Forschung und Entwicklung, und dass das resultierende Geistige Eigentum geschützt und kommerzialisiert werde, sei somit legitim. Er forderte insbesondere in Ausschreibungen der Öffentlichen Hand eine Gleichbehandlung der Anbieter: “Es gibt keinen Anlass, den Markt aufgrund von politischen Motiven zu übersteuern.”

Dem Argument, Open Source Software sei kostengünstiger, hielt Reitze entgegen, dass Lizenzgebühren nur 7 Prozent einer Informatiklösung ausmachten, während weit mehr als die Hälfte Personalkosten seien. Wer die Kosten für Einführung, Support und Unterhalt mitberücksichtige, habe bei proprietärer Software keinen Nachteil. Reitze vergass auch nicht zu erwähnen, dass allein bei Microsoft-Partnern 14’000 Schweizer Arbeitsplätze ganz direkt von Microsoft abhängen.

Etwas knapp wurde der Aspekt behandelt, dass Microsoft auch Initiativen im Bereich der Open Source Software hat. So werden beispielsweise auf CodePlex rund 9’000 Open-Source-Projekte gehostet.

Dass sich Reitze an der OpenExpo quasi in die Höhle des Löwen wagte ist ein weiteres Indiz dafür, dass Microsoft die Konkurrenz durch Open Source Software ernst nimmt – insbesondere seit sich eine politische Lobby für Freie Software zu bilden beginnt (vgl. Parlamentarische Gruppe Digitale Nachhaltigkeit). Reitze rief eindringlich dazu auf, die Diskussion über Software nicht dogmatisch oder politisch zu führen, sondern differenziert und lösungsorientiert.

Veröffentlicht 24.03.2010, 13:20 Uhr von Martin Sauter
Abgelegt unter:

Bookmark and Share

Kommentare

Keine Kommentare

Kommentar abgeben

(verpflichtend)  
(optional)
(verpflichtend)