Die Wirtschaftskriese hat die Autohersteller besonders hart getroffen und noch immer ist unklar, wie die Zukunft einiger Automarken aussehen wird. GM und die (noch) Tochterfirma Opel mussten sich in diesem Prozess neu definiert und sind mit neuen Image-Kampagnen an den Start gegangen.
Dabei setzen beide Unternehmen vermehrt auf online Medien, um das Markenbild auch breitenwirksam zu kommunizieren. Die neuen Medien werden jedoch unterschiedlich konsequent umgesetzt.
Das letzte Zucken: Opel – Wir leben Autos
Der Film wurde mit Bannern beworben und wird auf der Opel Homepage und auf der Microsite wir-leben-autos.com dem Besucher vorgeführt.
Nach eigenen Angaben wurde der Film und der neue Leitsatz von Mitarbeitern inspiriert, die mit ihren gelben T-Shirts mit dem Aufdruck “Wir sind Opel” die Aufmerksamkeit der Medien erhielten. Die Kunden und Mitarbeiter werden zwar im Film erwähnt, mehr Interaktion zwischen Unternehmen und den verschiedenen Anspruchsgruppen sucht man jedoch vergeblich.
Anders sieht dies beim Autohersteller GM aus.
Die Wiedergeburt?: GM Re:invention
GM, der stark gebeutelte Auto-Riese, will sich neu erfinden. Mit dem Image-Spot Re:invention setzt GM auf traditionell amerikanische Bildwelten. Die Re:invention Homepage unterscheidet sich jedoch massgeblich von Opels biederem Auftritt. GM hat eine Seite kreiert, die dem Benutzer das Gefühl gibt, er könne an der Zukunft von GM teilnehmen und sogar aktiv mitgestalten. So werden twitter, facebook und flicker schön in die Seite integriert. Mit der Option “Tell Fritz” kann man dem CEO Fritz Henderson direkt eine Nachricht senden, die scheinbar auch gelesen und beantwortet wird. Ob dies ein Anzeichen für die Wiedergeburt von GM ist, lässt sich noch nicht sagen. Jedoch erkennt man, dass die Amerikaner das interaktive Medium Internet besser verstehen als die deutsche Konkurrenz.
Ein weiteres gutes Beispiel ist auch das Unternehmen Ford, welches ohne staatliche Hilfe die Ford-Story weiterschreiben will und dabei ebenfalls auf die Mithilfe ihrer Kunden setzt.