
Wenn Agenten geheime Nachrichten erhalten, dann müssen sie diese nach der Lektüre vernichten. Die antiquierte Methode besteht darin, das Papier zu verbrennen (oder zu essen), in moderneren Thrillern zerstört sich die Nachricht selbst.
Davon hat sich offenbar auch Privnote inspirieren lassen und ermöglicht die Übermittlung von Nachrichten, welche nach einmaliger Lektüre automatisch gelöscht werden. Das Prinzip ist ganz einfach: Die Nachricht wird nicht per Mail verschickt, sondern auf dem Privnote-Server hinterlegt. Der Empfänger erhält nur einen codierten HTTPS-Link auf die betreffende Webseite. Der Link kann nur 1 Mal benutzt werden, denn mit dem ersten Aufruf wird die Nachricht aus der Datenbank gelöscht. Damit kann der Empfänger auch sicher sein, dass nur er die Nachricht gelesen hat. Der Service ist kostenlos und erfordert keine Registrierung.
Frog Blog Rating: Besser als eine unverschlüsselte E-Mail ist dieser Kanal wohl schon. Für Staatsgeheimnisse taugt Privnote trotzdem nicht, denn der übermittelte Link kann immer noch in falsche Hände geraten. Ausserdem wird das Prinzip der selbstzerstörenden Nachricht rasch ausgehebelt, wenn der Empfänger den Text kopiert und auf seinem Rechner speichert. Und schliesslich: Wer garantiert uns, dass Privnote die Daten wirklich unwiederruflich löscht und dabei auch sämtliche Backups, Transaction Logs, Caches etc. bereinigt?