
Dass eine prominente Erwähnung bei Digg und ähnlichen Diensten mehr wert sein kann als eine Top-Platzierung bei Google hat schon mancher Website-Betreiber erfahren. Nicht umsonst gibt es den Begriff des Slashdotting.
Votes auf einer Social-Media-Plattform können bares Geld wert sein. Somit ist es nur konsequent, diese auch gegen bares Geld anzubieten. Subvert and Profit heisst einer der Dienste, bei dem man als Werbetreibender Stimmen auf Digg, StumbleUpon, YouTube oder Delicious kaufen kann - in der Regel zu 1 US-Dollar das Stück. Menschen mit zu viel Freizeit können sich dafür bei Subvert and Profit ein Zubrot verdienen, indem sie mit ihren persönlichen Accounts bei den einzelnen Diensten im Sinne des Werbetreibenden abstimmen.
Das Ganze ist wohl nicht im Sinne des Erfinders, und Subvert and Profit spricht auch ganz offen von einem "black market". So lange nur wenig Werbetreibende diese Methode nutzen, kann sie durchaus erfolgreich sein. Sobald sie hingegen zu einem Massenphänomen wird, werden Social-Media-Plattformen Gegenmassnahmen ergreifen - oder aber sie werden zu einer digitale Müllhalde degenerieren, die dann niemand mehr beachtet. Eine nachhaltige Werbestrategie ist dies jedenfalls nicht.