Langsam tröpfeln die ersten Neuheiten der CES in die Regale der europäischen Flächenmärkte. Zeit also, die neuen Funktionalitäten der kommenden TV Generation unter die Lupe zu nehmen. Denn die lassen tief blicken. Oder besser: weit. Denn sie zeigen den Weg des Fernsehens ins nächste Jahrzehnt.
Doch zunächst die zwei Haupt-Trends:
Flacher: die neuen Bildschirme sind nur noch ca. 3cm tief. Einige Hersteller zeigten sogar Modelle, die nur noch einen Zentimeter in den Raum ragen. Das ist dann nicht mehr weit weg von der Leinwand.
LED: Die besseren Modelle kommen alle mit LED Leuchtdioden. Die hinlänglich bekannte Abdunklung der einzelnen Leuchtzellen schafft deutlich bessere Kontraste als herkömmliche LCD Displays. OLED wird wohl erst in zwei bis drei Jahren eine Rolle spielen. Hürden sind die nach wie vor enorm hohen Kosten sowie die viel zu kurze Lebensdauer der Bildschirme.
Und damit wären wir beim entscheidenden Stichwort: Bildschirm. Je länger desto mehr ist der Fernseher nicht mehr Ausstrahlungsgerät für SF1 und Konsorten. Er mutiert zum Bildschirm für multimediale Inhalte jeglicher Art: Filme, Spiele, Fotos, Heimvideos usw.
Die neue Gerätegeneration funktioniert bereits als eigenständiger Mediastreamer für die meisten Videoformate. Ab USB-Speicher oder via Netzwerkzugriff auf externe Speichermedien können die neuen Fernseher auf Videoinhalte zugreifen und diese abspielen. Zusätzlich verfügen die Geräte jetzt über Internetzugriff. Dieser ist zwar aktuell noch beschränkt auf Videos von bestimmten Websites sowie einige Standard-Informationen aus dem Web wie z.B. Wetter. Es wird aber wohl nicht mehr lange dauern, bis die Geräte einen vernünftigen Browser anbieten. Eingebaute Festplatten zur Aufnahme von Fernsehsendungen bieten die Top-Modelle einiger Hersteller ebenfalls bereits. Der Schritt zum vollwertigen Computer ist also nicht mehr gross.
Wir wagen daher heute einmal eine Prognose: Der Fernseher von morgen ist eine Art iMac mit HD Tuner. Das Gerät verfügt über einen vollwertigen Internetbrowser, einen Mediaplayer für nahezu alle Formate, eine Festplatte für die Speicherung von Inhalten sowie ein einfaches Betriebssystem à la Microsoft Media Center, welches sich vom Sofa aus steuern lässt. Dann brauchen wir erstens nicht mehr diese Tastatur und zweitens nicht mehr dieses Programm.
Frogblog meint: Welcome to Convergence Culture.