
Wer hat eigentlich das Gerücht in die Welt gesetzt, dass die intensive Beschäftigung mit Computern einsam macht? Meine persönliche Erfahrung beweist das Gegenteil: Die Zahl meiner Freunde und Bekannten, die mich spontan anrufen, hat in den letzten Jahren massiv zugenommen. Und dass sie bei dieser Gelegenheit so nebenbei noch ein paar Computerfragen haben, kann ich ihnen nicht verübeln...
Falls Sie es aber leid sind, ständig unentgeltlichen Computer-Support zu leisten, dann sollten Sie sich bei CrossLoop anmelden. Dort finden sich Menschen, die ein Computerproblem haben, und solche, die es zu lösen versprechen - gegen Bezahlung. Mit den üblichen Rating- und Reputation-Mechanismen einer Web-2.0-Plattform kann man sich dort hocharbeiten - so wie Marcus Clarke, der sich bei Anfragen nach "Safe Backup Solution" auf Platz 1 der Trefferliste positionieren konnte.
Das ist an sich keine schlechte Sache. Wer Support braucht, kommt auf diesem Weg möglicherweise schneller zum Ziel, als wenn er sich durch das halbe Internet googeln und zwei Dutzend Foren durchkämmen muss. Und weil er um seine Reputation fürchten muss, wird sich der Supporter auch bemühen, seinen Kunden zufriedenzustellen. Der Haken ist einfach, dass man Probleme der Kategorie "Mein Computer ist so langsam geworden" meist nur dann lösen kann, wenn man Zugang zum Rechner hat. Technisch lässt sich das per Fernwartung problemlos bewerkstelligen - aber wollen Sie wirklich einem wildfremden Menschen Zugang zu Ihrem Rechner geben, der möglicherweise Kraft seiner Computer-Kenntnisse schnell eine Backdoor einbaut? Vielleicht rufen Sie doch lieber einen Freund an, der mit Computern zu tun hat...