Abbildung: "God bless the Internet" - Google und Dell helfen neuerdings auch in Comics bei der Informationsbeschaffung
© IMAGE COMICS / Todd McFarlane Productions, Inc. (Spawn 176)
Eine der für mich persönlich spannendsten Formen des Product Placements entwickelt sich langsam aber sicher zu einer veritablen Disziplin: Die Integration von Brands in Comics, hier am ebenso aktuellen wie für diesen Blog äusserst passenden Beispiel von Google und Dell, ist gleich zweifach interessant: Während bei Google die beachtlich realistische Darstellung als integrierter Bestandteil des Storyablaufs betrachtet werden kann, ist damit primär wieder einmal bewiesen, wie dominant der Brand auch abseits des Bildschirms geworden ist. Spätestens das angeschnittene Dell-Logo ist hingegen für die Handlung von keinerlei Bedeutung und kann somit ganz klar als reines Product Placement betrachtet werden.
Beiden Brands ist hingegen gewiss sind Exklusivität (die einzigen beiden Brands in dieser Ausgabe), eine attraktive Zielgruppe, Kult-Faktor, je nach Popularität eine Auflage in Millionenhöhe, sukzessive Roll-outs in zahlreichen Sprachen resp. Ländern und potentielle Wiederauflagen als Paperbacks. Mazda beispielsweise überraschte auf diesem Wege im Jahr 2007 mit einer vollen/offiziell beworbenen Integration des RX-8 in einen Top Cow Titel, selbst die Ankündigung kam als gezeichnetes Inserat daher.
Vergleicht man also die aktuelle Comic-Landschaft mit der zaghaften (sprich unbezahlten) Marken-Integration, oder sogar der völlig unberührten Fantasie-Markenlandschaft von früher (wir erinnern uns bspw. an Hergés fiktiven „Loch Lomond Whisky“), merkt man schnell, dass die Industrie zumindest in diesem Fall so langsam entdeckt, wo sich die Zielgruppe schon lange aufhält, wenn sie nicht gerade online ist.
Damit aber wieder zurück zu den reinen Digital-Themen, beim Teutates… ;-)