Frauen neigen eher als Männer dazu, fremden Menschen ihre Passwörter zu verraten. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Sicherheitsexperten von Infosecurity Europe in London. Demnach waren 45 Prozent der angesprochenen weiblichen, aber nur zehn Prozent der männlichen Büroangestellten bereit, ihre Passwörter fremden, als Marktforschern getarnten Personen zu verraten. Die Tester bedienten sich dabei allerdings eines fiesen Tricks: Für das Ausfüllen eines entsprechenden Fragebogens gab es eine Tafel Schokolade.
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Schon im Vorjahr hatte Infosecurity denselben Versuch durchgeführt, insgesamt waren damals 64 Prozent aller Befragten bereit, für eine Tafel Schokolade ihre Passwörter zu verraten. In diesem Jahr lag der Durchschnitt bei 21 Prozent. Trotz des scheinbar erhöhten Sicherheitsbewusstseins waren mehr als die Hälfte der Befragten bereit, persönliche Daten an die falschen Marktforscher weiterzugeben.
Mit der Aussicht auf eine Reise nach Paris gaben mehr als 60 Prozent Kontaktinformationen wie Namen und Telefonnummern bekannt, wobei hier kaum Unterschiede zwischen den Geschlechtern festzustellen waren. Unter dem Vorwand, die Teilnahme an der Umfrage zu bestätigten, erklärten sich ebenfalls über 60 Prozent bereit, ihre Geburtsdaten aufzuschreiben.
Neben den eigenen Passwörtern würden die Befragten auch mit Passwörtern von Kollegen am Arbeitsplatz leichtfertig umgehen. Die Hälfte gestand ein, Kennwörter von Arbeitskollegen zu kennen, 58 Prozent davon würden diese auch weitergeben, wenn sie eine entsprechende telefonische Anfrage von einer Person, die sich als IT-Mitarbeiter ausgibt, bekommen würden.
Mehr als ein Drittel der Befragten gab an, dass Mitarbeiter im eigenen Unternehmen auch die Passwörter der Firmenchefs kennen. Die Erhebung zeigt zudem, dass mehr als die Hälfte der insgesamt 576 Befragten dasselbe Passwort für sämtliche Online-Konten verwendet.