Wir können uns noch so viel Mühe geben, die 80er lassen sich einfach nicht unterkriegen. Jüngstes Beispiel: Rick Astley, der 1987 mit "Never gonna give you up" die Charts stürmte und nach 2 erfolgreichen Alben ziemlich schnell in der Versenkung verschwand. Nach ein paar eher erfolglosen Comeback-Versuchen steht er jetzt wieder im Rampenlicht. Aber nicht etwa wegen seiner Musik, sondern als ausgewachsenes Internetphänomen. Seit ein paar Monaten nämlich kursiert das sog. "Rickrolling" als geflügeltes Wort, über das auch wir kurz berichten möchten:
Rickrolling: Ein Scherz, bei dem in Mails oder auf Internetseiten ein Link zu allem möglichen angepriesen wird. Meist verkündet ein reißerischer Text, einen Star nackt zu sehen. Der Link führt dann aber zu einer eigenen Webseite oder Youtube, wo man das alte Video von Never Gonna Give You Up zu sehen bekommt und ein kurzer Text hinweist: „You have been Rickrolled“. (Wikipedia)
Bisherige Höhepunkte (nebst Basketball und der Scientology-Geschichte): Mit der 1. April-Aktion von Youtube wurden sämtliche Videos der Startseite auf Rick Astleys Ohrwurm geleitet, der Clip wurde mit über 7 Mio. Views zum meist gesehenen Video im April; andere Portale, Radio- und TV-Sender folgten dem Beispiel. Mehr dazu hier.
Astley selbst steht dem Treiben eher gelassen gegenüber: Overall, Astley is fine with the phenomenon, although he finds it a little "bizarre" and only hopes that his daughter receives no embarrassment over it.
Nichtsdestotrotz steigen die Chancen auf ein richtiges Comeback damit gewaltig: Selbst wenn Astley eine neue Best of CD dementiert, könnte das Web damit einem weiteren Star zu Ruhm verhelfen, wenn auch über eher zweifelhafte Umwege.
April, April: Rick Astleys vorläufiger Hype-Höhepunkt als Scherz am 1.4. dieses Jahres.
Sollte also Astley demnächst wieder einmal ein Konzert geben, so könnte man den Trend-sicheren Veranstaltern nur gratulieren. Aber eigentlich müsste man den Sänger in diesem Fall wohl anders ankündigen, um die Web-Tradition zu wahren... ;-)