Wir gratulieren Barack Obama zur gewonnen Wahl. Denn kein anderer amerikanischer Präsidentschaftskandidat hatte es wie Obama verstanden, das Internet als zentrales Leitmedium seiner Kampagne einzusetzen. Barack und sein Team haben voll auf die Karte Internet gesetzt und, wie uns jetzt bestätigt wurde, dadurch auch gewonnen.
Das Internet diente zur Kommunikation, zum Dialog, als Sensor, als Viral-Beschleuniger, zur Motivation und zum Geld sammeln. Sämtliche anderen Aktivitäten, wie öffentliche Speeches, dienten als Inhaltslieferant für den Blog oder BarackTV. Regelmässige Newsletter von ihm und seiner Frau hielten die Supporter bei der Stange und motivierten sie zu zusätzlichen Aktivitäten.
Als brillanter Rhetoriker und Kommunikator arbeitet er immer wieder mit den gleichen, beneidenswert griffigen Aussagen (z.B. "change", "yes we can"), was sogar dazu führte, dass der Sänger will.i.am den Song "Yes we Can" zusammen mit 37 Stars publizierte (Views auf YouTube: 11,7 Mio), der sicher ebenso viel dazu beigetragen hat, die Botschaft zu vertiefen und festigen.
Kurz gesagt: Barack Obama hat bewiesen, dass das Web die ihm prophezeite Rolle jetzt definitiv eingenommen hat.
Und wenn das Web zum KönigsPräsidentenmacher taugt, warum wird ihm diese Rolle in der Marketing-Kommunikation (noch) nicht im selben Masse zugesprochen?