Kriminelle jeglicher Couleur wissen sich ja schon seit Jahren moderner Kommuniktionstechniken wie unregistrierter Pre-Paid SIM-Karten zu bedienen und organisieren sich auch mit verschlüsselten Emails etc.
Die Staatsgewalt hinkt meist einen oder auch Mal zwei Schritte hinter her.
In den USA ist es der Polizei nun erstmals gelungen, mittels eines eingeschleusten Computer-Programmes einen Verdächtigen festzunehmen, der wiederholt anonyme Bombendrohungen gegenüber seiner ehemaligen High School gemacht hatte. Mittels Emails oder über eine Website, die der Verdächtige besucht hatte, konnte die Polizei eine Software (CIPAV, Computer and Internet Protocol Address Verifier) auf dessen PC platzieren, die den PC durchsucht und auch Angaben über z.B. angeschaute Websites periodisch an das FBI übermittelt.
Der Fall wurde publik, weil Angaben über das geplante Vorgehen im Antrag auf einen Durchsuchungbefehl enthalten waren. Pläne für solche Software hat das FBI schon 2001 bestätigt.

Bildquelle: flickr.com
Pläne zum Einsatz solcher "staatlicher Trojaner" bestehen u.a. auch in Deutschland.
Andererseits soll die Polizei mehrerer Deutscher Bundesländer bereits Mobiltelefone von verdächtigen Personen mittels Funksignalen so umprogrammiert haben, dass das Display zwar dunkel ist und das Telefon also ausgeschaltet aussieht, die Freisprech-Funktion aber aktiviert und sämtliche Geräusche und Gespräche an die Polizei übertragen werden.
Frog-Blog meint: Ein Schritt in eine sicherere, bessere Welt?
Zumindest wird sich so kein ungeschickter Beamter mehr bei Einbau einer Wanze den Finger mit einem Schraubenzieher aufschlitzen...
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