Langsam beginne ich so etwas wie ein Sozialleben zu pflegen in Second Life. Kürzlich war ich an einem Konzert in der Nachbarschaft unserer Agentur. Oder genauer: Auf einer Grossleinwand wurde ein Konzertvideo gezeigt, und die Avatare tanzten vor der Bühne. Wer wollte konnte auch auf die Bühne steigen und sich an ein Keyboard setzen, was ich mir nicht entgehen liess, wie obiger Screenshot zeigt. Das Ganze als Erlebnis zu bezeichnen wäre sicher übertrieben, aber rund viereinhalb Minuten vermochte mich der Event durchaus zu beschäftigen.
Apropos beschäftigen: Gerne würden wir einen versierten Flash-Entwickler bei Futurecom beschäftigen. Trotz einer unübersehbaren Stellenausschreibung vor unserer virtuellen Agentur hat sich allerdings kein einziger Interessent gemeldet. Ob das an den Flashern liegt - oder doch eher an Second Life?
Was seit ein paar Tagen gleich neben unserer Agentur steht und aussieht wie eine Telefonzelle ist eher eine Teleportzelle: Starfruit hat sich ein System für Standort-Marketing in Second Life ausgedacht, mit dem man sich nach dem Zufallsprinzip an einen anderen Ort in teleportieren lässt, um dann die Destination zu erkunden und zu bewerten. Grundsätzlich eine spannende Sache, nur landet man auf diesem Weg selten an einem Ort, wo die Post abgeht, sondern eben genau in den Entwicklungsregionen von Second Life.
Innovativ ist ein weiterer Service von Starfruit: Real Gifts. Auf diesem Weg kann Lumpaz Barbosa einen virtuellen Blumenstrauss kaufen, ihn Lauriane Kidd schenken, und wenn diese dann noch ihre reale Postadresse angibt, erhält sie einen echten Blumenstrauss geliefert. Das erklärt auch, warum der Blumenstrauss satte 15'000 Linden Dollars kostet, während man einen Mercedes der C-Klasse für gerade mal einen Zehntel dieses Preises bekommt. Umgerechnet sind das knapp 70 Schweizer Franken, und deshalb bleibt dieses Beispiel rein fiktiv (sorry, Lauriane)...