Bekanntlich kann man die Nutzung einer Website aus zwei verschiedenen Perspektiven messen: Entweder man wertet das Logfile der Website aus (bzw. bindet ein Statistik-Tool wie Google Analytics ein) - oder man protokolliert das Surfverhalten einer möglichst repräsentativen Bevölkerungsgruppe (Panel).
compete.com ist ebenfalls ein Panel und protzt mit der schieren Menge der Teilnehmer:
"Compete estimates site traffic and engagement metrics based on the daily browsing activity of over 2,000,000 U.S. Internet users. Compete applies a rigorous normalization methodology, leveraging scientific multi-dimensional scaling (by age, income, gender and geography) to ensure metrics are representative of the U.S. Internet population. Compete members are recruited through multiple sources, including ISPs, the Compete Toolbar and additional opt-in panels to ensure a diverse distribution of user types and to facilitate de-biasing across the data sources."
Zwei Aspekte erscheinen uns spannend: Erstens reitet compete.com sehr clever auf der Web-2.0-Welle, indem die Teilnahme an einer Marktforschungsstudie als "Click-Sharing" verbrämt wird. Und zweitens zeigt ein einfaches Beispiel sehr schön, dass auch eine grosse Zahl nicht zwingend korrekte Zahlen generieren: Gemäss compete.com hätte die Futurecom-Website ähnlich viele Besucher wie die Coop-Website - und das entspricht leider nicht den Tatsachen. (Aber wir arbeiten dran...)