Derzeit findet in New York gerade die mehrstufige Jurierung der Caples Awards statt, u.a. auch mit Schweizer Beteiligung.
Founded in 1978 [...], the international advertising contest is unique in direct marketing. Now in its 29th year, with international chairs in 53 countries, the company is funded by industry agencies, clients and suppliers, run by industry volunteers and judged by over 100 active, senior level, international creatives.
Abgesehen davon, dass hier einzig Vertreter aus der Kreation ihre Stimme abgeben dürfen, hat der Award aber noch ein paar andere einmalige Besonderheiten zu bieten: Während nämlich an den meisten Award-Shows mittlerweile das elektronische Voting-Zeitalter Einzug gehalten hat, gilt bei der 30. Ausgabe der renommierten Branchen-Auszeichnung nach wie vor das Prinzip "hand made". Will heissen: Mögliche Preisgewinner erhalten schlicht einen grünen, ausgeschiedene Arbeiten einen roten Kleber. Über die Farbe entschieden wird in der ersten Runde innerhalb eines Dreierteams - auch das eher eine Seltenheit.
Wie gewohnt ist der Anteil der preisverdächtigen Einreichungen eher klein. Nichtsdestotrotz ist es schon etwas tragisch, wenn man dann - was bei elektronischer Stimmvergabe halt nicht der Fall ist - umgehend sieht, was mit den z.T. aufwändigst aufbereiteten, aus aller Welt eingereichten Arbeiten passiert, die einen roten Kleber aufgedrückt gekriegt haben (ausgenommen interaktive Einreichungen):
Andrerseits: Der Konsument reagiert ja grunsätzlich ähnlich auf mittelmässige Arbeiten... auch wenn er keine roten Kleber hat... ;-)
Und damit wieder zurück ins Studio Zürich.