
Das Interessante am obigen Artikel aus heute ist weniger die Tatsache, dass Google offenbar den PageRank-Algorithmus angepasst hat. Denn dass Suchmaschinen die Parameter ihres Rankings optimieren (nicht zuletzt um Missbräuchen zu begegnen) ist absolut normal und passiert laufend.
Interessant ist hingegen, dass der PageRank bereits in Gratiszeitungen diskutiert wird. Für die heute-Redaktion gehört der PageRank also zur Allgemeinbildung und nicht mehr zum Spezialistenwissen von Suchmaschinen-Optimierern. Ob diese Einschätzung wirklich korrekt ist, wage ich allerdings zu bezweifeln.
Unbestritten ist jedoch die Bedeutung, welche Suchmaschinen in der heutigen Informationsgesellschaft haben: Gemäss der comScore qSearch Studie setzt in Europa jeder Suchmaschinenbenutzer 85 Suchanfragen pro Monat ab - das sind rund 3 pro Tag. Ebenfalls unbestritten ist, dass gemäss derselben Studie Google mit Abstand die wichtigste Suchmaschine ist (und ihren Marktanteil kontinuierlich ausbaut):

Trotzdem gibt es keinen Grund, wegen der Anpassung des PageRank-Algorithmus in Hysterie zu verfallen: Denn auch wenn der PageRank für Google (und die Internet-Suche als Ganzes) eine zentrale Kenngrösse ist, so ist er eben doch nur einer von hundert bis zweihundert Faktoren, die Google für das Ranking der Suchresultate hinzuzieht.