Unter dem Namen einestages hat der SPIEGEL ein neues Mitmachportal eröffnet, das sich der Zeitgeschichte verschrieben hat. Anders als die Wikipedia, wo jeder mitschreiben aber auch korrigiert werden kann, läuft das bei einestages in etwas geordneteren Bahnen ab: Zwar kann auch hier jeder registrierte Benutzer Texte, Bilder, Audio- und Video-Dokumente beisteuern, aber es gibt eine Redaktion, welche prüft, auswählt, redigiert und kürzt. Veröffentlichte Beiträge können zwar kommentiert, aber nicht abgeändert werden, denn einestages ist kein Wiki, sondern eher ein Kollektiv-Blog. Selbst Diskussionsbeiträge müssen von der Redaktion freigeschaltet werden, womit nicht nur themenfremde, werbliche, strafbare oder beleidigende Inhalte ausgemerzt werden sollen, sondern auch "offenkundig triviale Beiträge". Wie spannend wäre das Internet doch, wenn diese Regel überall gelten würde...