Letzte Woche hat eine Gruppe Unbekannter in Berlin Kreuzberg knapp tausend Plakate als Spam markiert.
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Dies erinnert stark an andere "Adbuster-Aktionen", wie z.B. 2005 in Zürich, als die Gruppe "Züri malt" mehrere Hundert Plakate weiss übermalte. Natürlich wird durch die Spam-Markierung das Plakat nicht aus dem Gesichtsfeld gefiltert; im Gegenteil wird wohl eher bewusster hingeschaut. Ein aktiveres Wahrnehmen des alltäglichen Umfeldes dürfte aber auch das Ziel der Gruppe sein.
Sehr schön lässt sich beim APG "Poster of the Week" plakativer Spreu vom Weizen trennen, sowohl Perlen als auch optischer Sondermüll fallen sofort auf.
In anderen Städten wird der "Spam-Filter" direkt von offizieller Seite eingesetzt: Um das Augenlicht seiner Bewohner hat sich wohl auch die Stadtregierung von Sao Paolo gesorgt und anfangs 2007 gleich 8000 Stellen für Aussenwerbung aufgehoben. Doch auch dieser Schritt wurde von der Werbe-Industrie aufgenommen: ein hübscher Spot für unterbrechungs-/werbe-freie Filme auf Sky Movies.