
Es war keine Sternstunde für Steve Jobs: Die vorschnelle Lancierung von Safari für Windows (vgl. Apples Safari in die Windows-Welt) wurde wegen diverser Sicherheitslücken, Stabilitätsproblemen und Lokalisierungsfehlern zum PR-Debakel. Eine eiligst nachgeschobene Version 3.0.1 behob einige Sicherheitsmängel, aber auch nicht mehr. Und ein Vergleichstest von Wired enthüllte, dass Safari im Praxistest mit AJAX-Webseiten keineswegs schneller ist als seine Konkurrenten, wie Jobs vollmundig behauptet hatte. Trotzdem verzeichnete Apple innert 48 Stunden 1 Million Downloads der Beta-Version, die eigentlich nur als Alpha-Version durchgehen würde.
Das Safari-Team wird sich ganz schön anstrengen müssen, wenn der Apple-Browser einen relevanten Marktanteil unter Windows erreichen will. Zwar ist absehbar, dass Mac-Fans auf allen Windows-Rechnern, auf denen sie arbeiten, Safari installieren werden. Aber woher sollen die weiteren Marktanteile kommen? Ein Slide in Jobs' WWDC Keynote Address zeigt dies deutlich, auch wenn es bisher kaum thematisiert wurde:
Apple will also nicht Microsoft, sondern dem Open Source Browser Firefox das Wasser abgraben. Die Frage ist nur: Womit? Natürlich gibt es ein paar Features, die bei Safari überzeugen. Aber was Safari kann, kann Firefox dank Extensions auch - heute oder demnächst. Einen Vorgeschmack gibt Get Safari's best features in Firefox bei Lifehacker.