The Empire strikes back: Microsoft lanciert auf Windows Live die Microsoft Virtual Earth. Wie bei Google Earth kann virtuell rund um den Globus geflogen werden. Bei Virtual Earth jedoch direkt im Browser; wer die 3D-Funktionalität benutzen will, braucht dazu aber einen aktuellen Internet Explorer auf PC.
Geschickt wird verschiedenes Datenmaterial miteinander verknüpft: Luftaufnahmen (von Microsofts TerraServer) mit Strassenkarten (Microsoft MapPoint) und 3D-Modellen von markanten Gebäuden v.a. in US-Cities. Zum Vergleich der Blick auf Seattle in Richtung Mt. Rainier:

Microsoft -- nie um eine kommerzielle Idee verlegen -- bietet gleich auch noch verlinkte Werbeplätze an, im oberen Screenshot rot markiert.
Während das Kartenmaterial für die USA problemlos mit demjenigen von Google mithalten kann, und MS Virtual Earth auch sonst noch mit ein paar Schmankerl aufwartet, wie z.B. Luftaufnahmen des gewählten Standortes aus verschiedenen Perspektiven, fallen die Ergebnisse für Länder wie die Schweiz eher dürftig aus. Auch beim Kartenmaterial scheint Microsoft nicht gleich up-to-date zu sein wie Google, so steht z.B. bei Microsoft in London Sir Norman Fosters Swiss Re Gebäude aus dem Jahre 2004 noch nicht.
Fazit: Auch wenn der Start der Hauptplattform von Windows Live (IWC-Gadget von Futurecom) etwas harzt, Microsoft scheint im Hintergrund mit Hochdruck neue und alte Inhalte dafür aufzubereiten.