Was wäre, wenn Product Placement nicht mehr Sache der Werbeindustrie, sondern Sache des Verbrauchers wird? Wenn eigene Videos so bearbeitet werden könnten, dass der User selbst anhand von definierten Standbildern markiert, wo ein Link zu einem Produkt stattfindet? Genau in diese Richtung geht Plinking (Product Linking), zwar nicht der erste, aber vom Prinzip her äusserst spannende Ansatz des „hot spotting“ in Videos.
Mit dem von Entertainment Media Works verfolgten Ansatz findet das „hot spotting“ nun durch den Endverbraucher statt. Will heissen, ich lade mein Video mit einer Grussbotschaft hoch; von mir als passend empfunde Gegenstände (bspw. eine Ikea-Lampe im Hintergrund) werden durch mich im Video verlinkt. Klickt ein Betrachter nun auf den Gegenstand, kommt er automatisch zur Ikea-Site; eine geldwerte Vermittlung fand statt.
Wie gesagt, kein neuer und sicher noch kein ausgereifter Ansatz. Aber die Idee, dass Product Placement Sache des Konsumenten wird, ist so bestechend, dass das von EMW geschaffene Kunstwort „Plinking“ in Zukunft häufiger vernommen werden könnte.
Für eine Demonstration eines mit Hot Spots unterlegten und auf Transaktion ausgerichteten Film-Banners (als Flash Overlay gelöst) findet man beispielsweise hier (den Friends-Banner oben rechts aufklappen und im Film vereinzelte Gegenstände/Kleider als Roll-over entdecken, dann anklicken). Eine weitere, wenn auch z.T. verwirrende Umsetzung von klickbaren Videos findet man hier.