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Liebe Blog-Leser

Wir freuen uns, den Futurecom Blog präsentieren zu dürfen. Viel Spass bei der Lektüre der Beiträge rund um das Geschehen in der digitalen und analogen Welt.
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Andreas Widmer
CEO Y&R Gruppe

Advico Y&R, Futurecom AG & Wunderman

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  • Gmail: Google sortiert unseren Posteingang

    Neu bietet Gmail einen sogenannten sortierten Posteingang: Darin werden Mails nach “wichtig”, “markiert” und “unwichtig” unterschieden. Zumindest die Sortierung nach wichtig und unwichtig geschieht nicht manuell, sondern algorithmisch, wobei verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Wer viele Mails erhält, der wird sich über dieses Angebot freuen – ob es funktioniert zeigt sich jedoch erst mit der Zeit, denn das System will erst trainiert werden. Spontan fragt man sich, ob man sich wirklich auf die Prioritätensetzung von Google verlassen will und kann – andererseits: Bei der Web-Suche tun wir dies täglich…

    Eingetragen 03.09.2010, 15:36 Uhr von Martin Sauter mit 0 Kommentaren
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  • Der Pixelfreund über Corporate Blogging

    Ralph Hutter (Pixelfreund) zeigt Frog-Blog als Beispiel für Corporate Blogging in der Schweiz

    Ralph Hutter – besser bekannt als Pixelfreund – ist einer der bekannteren Blogger in unserem Lande und seit kurzem als Leiter Marketing/Kommunikation bei Namics auch beruflich dazu berufen, über Corporate Blogging zu sprechen. Er tat dies gestern im Rahmen eines Aiciti Events in Zürich. Zielgruppe waren weniger die Hardcore-Blogger (diese treffen sich ja morgen im BlogCamp Switzerland), sondern Marketing- und Kommunikationsbeauftragte in Unternehmen, welche Blogs als Mittel der Unternehmenskommunikation einsetzen möchten.

    Hutter vermied jede technische Diskussion sondern zeigte anhand von konkreten Beispielen die Dos und Don’ts des Corporate Blogging (wobei nebst Swiss, Rolotec, Cyon, INM, Namics und Hostpoint auch Futurecom Erwähnung fand, wie obiges Foto zeigt). Einige Kernthesen:

    • Corporate Blogging braucht eine Zieldefinition, ein einfaches Konzept und einige elementare Regeln – der Rest muss organisch wachsen.
    • Corporate Blogging soll allen offen stehen, aber freiwillig sein.
    • In einem Blog erwartet ein Leser nicht bloss Fakten, sondern Meinungen. Blogger dürfen also subjektiv schreiben, sie sollen dabei aber sachlich und fachlich bleiben.
    • Ein Corporate Blogger muss sich bewusst sein, dass er eine persönliche Meinung äussert und nicht der Pressesprecher des Unternehmens ist.
    • Ein Blog soll authentisch, aktuell, kompetent und thematisch fokussiert berichten.
    • Plumpe Eigenwerbung im Corporate Blog schadet der Akzeptanz bei den Lesern.
    • Ein Corporate Blog kommuniziert nicht nur nach aussen, sondern auch nach innen (an die eigenen Mitarbeiter).
    • Corporate Blogging braucht etwas Experimentierfreude, viel Geduld, ein klares Commitment des Managements und eine geeignete Firmenkultur.
    • Der Umgang mit kritischen Kommentaren ist entscheidend: Niemals löschen, sondern einen konstruktiven Dialog aufnehmen.
    Eingetragen 03.09.2010, 08:24 Uhr von Martin Sauter mit 0 Kommentaren
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  • Apple Event wird zum Konzert

    Gestern Abend hat Steve Jobs – wie gewohnt in schwarzem Pulli und Blue Jeans – die Neuheiten von Apple für den Herbst vorgestellt:

    iOS 4.1, iPod Touch mit Kameras und FaceTime, iPod nano mit Touch-Screen sowie neue Versionen von Apple TV und iTunes. Viel wirklich Neues gab es nicht zu sehen, einiges gibt es bei Apple selbst anderswo oder hat man schon bei andern Anbietern gesehen.

    apple_keynote_september_2010

    Live, resp. per Live-Video-Stream verfolgen konnte man den Event nur mit einem Gerät von Apple, sprich zum Beispiel mit einem MAC-Computer oder auch per iPhone. Damit hat Apple elegant die Bandbreiten-Probleme bei früheren Übertragungen umschifft, in dem man gut 90% der Computer-Besitzer ausschliesst und zusätzlich nur noch Videos in Handy-Grösse ausliefern muss. Jetzt steht die Aufzeichnung für alle zur Verfügung.


    Coldplay-Sänger Chris Martin singt “Wedding Bells”

    Den Abschluss bildete ein Mini-Konzert von Chris Martin, dem Sänger von Coldplay. Damit macht Steve Jobs die trockene Ankündigung von IT-Produkten, was es ja schon seit Jahren nicht mehr ist, definitv zum Lifestyle-Event.

    Frog-Blog meint: Raffinierter Schachzug oder nur plumpe Ablenkung von fehlenden Innovationen?

    Eingetragen 02.09.2010, 08:55 Uhr von Ivan Kellenberger mit 0 Kommentaren
  • Wieso Apple so erfolgreich ist - oder die Vision von Steve Jobs

    Apple hat ja bezüglich Marktkapitalisierung kürzlich Microsoft überholt (siehe Frog-Blog Artikel hier). - Macht man sich nun auf die Suche nach der eigentlichen Ursache für diese mehr als beachtliche Leistung, landet man unweigerlich bei dem einen Mann, der so untrennbar mit dem Unternehmen verknüpft ist: Steve Jobs hat als unbestrittener Visionär schon entsprechend früh die Macht der Marke und des Markenerlebnisses erkannt. Beispiel gefällig? - Als Apple im Jahr 1997 die legendäre Kampagne “Think Different” gestartet hat, steuerte Steve Jobs bei der Vorstellung folgende Ausführungen bei:       

    PS: Schön auch, dass es Steve Jobs war, der der Werbeagentur verboten hatte, das Produkt zu zeigen…

    PPS: Unbedingt seine Hosen und Schuhe anschauen!

  • Ergo Spot – das ist alles nur geklaut

    Schauen wir uns zunächst einmal den Spot der neuen deutschen Versicherung “Ergo” an:

    Und nun sehen wir – drumroll – den gleichen Spot im Splitscreen Modus mit der grossartigen Nick Hornby Verfilmung von “High Fidelity”:

    Man fragt sich zu Recht: Ist das noch Zufall? Auf Youtube und w&v wird jedenfalls bereits emsig disktutiert, ob dies Absicht war (Achtung: Viral!) oder ob die Agentur womöglich “High Fidelity” als Moodboard gezeigt hat und der Kunde es dann genau so umgesetzt haben wollte.

    Vielleicht ist es ja kein Zufall, sondern Schicksal.

    Eingetragen 27.08.2010, 13:06 Uhr von Claus Bornholt mit 0 Kommentaren
  • Die 300’000 grössten Websites der Welt auf einen Blick

    Infografik: Favicons der 300'000 grössten Websites der Welt

    Basierend auf den Zahlen von Alexa hat nmap.org aus den Favicons der 300’000 reichweitenstärksten Websites eine Infografik erstellt, welche die Grössenverhältnisse sehr schön veranschaulicht. Die Grafik ist zoombar, so dass man nicht nur die Top 10 erkennt, sondern auch die übrigen 299’990. Wer sich das Kunstwerk an die Wand hängen möchte, kann seine E-Mail-Adresse hinterlassen – bei genügend Nachfrage wird ein Poster gedruckt.

    Eingetragen 26.08.2010, 11:58 Uhr von Martin Sauter mit 0 Kommentaren
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  • Der Medienwandel in der Schweiz – als Online-Video

    Die Machart ist mittlerweile bekannt, und doch schauen wir uns solche Videos immer wieder gerne an: Die Teilnehmer des Forschungsseminars “Medienwandel – Gesellschaftswandel” am IPMZ der Uni Zürich haben die Folgen von Digitalisierung und Medienkonvergenz in einem Video zusammengefasst, das die Dimensionen dieses Wandels anschaulich erklärt. Film ab!

    Eingetragen 25.08.2010, 15:11 Uhr von Martin Sauter mit 0 Kommentaren
  • Graham: Grosser Auftritt für die Zeitmessung

    graham Seit vergangener Woche präsentiert sich die Schweizer Uhrenmarke Graham-London mit einem vollständig überarbeiteten Auftritt im Netz. Abgesehen von den unübersehbaren mechanischen Zeitmessern des Hauses setzt die Site vor allem in der Produktabbildung neue Massstäbe: Die tickenden Hauptdarsteller lassen sich via Deep-Zoom jetzt nämlich so nahe erleben, wie dies sonst nur der Uhrmacher durch die Lupe zu sehen kriegt.

    Zusätzlich kann sich der Uhrenliebhaber durch Image-Galerien klicken, seine Lieblingsuhr mit relevanten Daten ausdrucken oder aber seine Bekannten über eine Send-to-Friend auf dem Laufenden halten.

    Graham_London_Relaunch3-420x305

    Abgerundet wird die von Futurecom realisierte Site durch Rich-Media Content zu den Sponsoringaktivitäten von Graham-London, darunter exklusive Clips aus der Formel 1, dem Rugby oder auch seitens des atemberaubenden Tourist Trophy Engagements. Und selbstverständlich zeigt der prominente Chronograph auf der Startseite nicht nur die korrekte (System-)Zeit an, sondern lässt sich per Klick auch aktivieren… Link

    Eingetragen 25.08.2010, 08:37 Uhr von Roger Ruegger mit 0 Kommentaren
    Abgelegt unter:
  • JavaZone - Konferenz-Werbung mal anders: LadyJava

    Leicht inspiriert durch Lady Gagas "Poker Face" haben die norwegischen Veranstalter von JavaZone die Schauspielerin Jenny Skavlan verpflichtet, Lady Gaga in diesem Songs zu spielen. Grandios gemachter Music-Clip, der sowohl den Event, wie auch Java als Entwicklungsplattform bewirbt. Die Norweger gehen für die Bewerbung des Events sehr eigene Wege, wie auch ihre letzte Java4ever Aktion beweist.

     

  • gamescom 2010 – Die Trends der Game-Industrie

    Die gamescom 2010 in der Messe Köln zeigt klar auf, wohin sich die Trends im Spielebereich entwickeln: Bewegungssteuerung und stereoskopische Games waren an den Ständen fast aller grossen Publisher zu sehen. Daneben werden aber auch Mobile- und Browser-Games immer populärer, nicht zuletzt dank der einfachen Distribution – ein Handy und ein PC mit Browser hat heute (fast) jeder.

    Die Hallen in Köln

    Der intelligente Controller

    Seit es Spielkonsolen gibt, gehören mehr oder weniger ausgeklügelte Eingabegeräte (Joystick, Gamepad, Wiimote) fix zum Lieferumfang. Mit der Wii hat Nintendo Ende 2006 eine Revolution ins Rollen gebracht: Die Wiimote, verfügte über eine eingebaute Infrarotkamera und einen Beschleunigungssensor und ermöglichte so die Positionsbestimmung und die Messung von Bewegung und Rotation. Dadurch wurden ganz neue Möglichkeiten zur Steuerung von Computerspielen geschaffen, die auch eine ganze Reihe neuer Spiele hervorbrachte. Fortan sah man wild hampelnde Wii-Enthusiasten durch die Wohnungen hüpfen.

    Zwei Jungs spielen Beach-Volleyball mit vollem Körpereinsatz 

    Der kommerzielle Erfolg der Wii brachte die zwei anderen grossen Player im Konsolenmarkt, Sony und Microsoft unter Zugzwang. Mit Move für die PlayStation 3 (Sony) und Kinect für die Xbox 360 (Microsoft), steht uns im wahrsten Sinne des Wortes ein bewegter Herbst bevor.

    PlayStation Move besteht aus der bereits bekannten PlayStation Eye Webcam und dem neuen PlayStation Move motion controller. Dieser besteht aus einem Beschleunigungssensor und einem Kreisel, die jeweils Bewegungen in 3 Achsen messen können. Dazu kommt eine leuchtende Kugel am vorderen Ende des Controllers, die per Motiontracking von der Eye Kamera erfasst werden kann. Die Kamera kann bis zu vier Controller gleichzeitig erfassen und ermöglicht damit auch multiplayer Games. PlayStation Move kommt voraussichtlich ab dem 15. September in die Läden, das Bundle mit Kamera, Controller und Starterdisc kostet ca. 60€.

    Während man bei Sony noch immer ein Gerät in den Händen halten muss, kommt man bei Microsofts Kinect vollständig ohne Controller aus. Aus technologischer Sicht, führt Kinect das Feld eindeutig an: Neben einer RGB Webcam enthält das System auch einen Infrarotprojektor mit passender Infrarotkamera für die Tiefenmessung, sowie einem Mikrofon-Array aus vier Mikrofonen für die positionsgenaue Erfassung von Sprache und Geräuschen. Mit dieser Hardware kann die Xbox 360 Software Gesten, Gesichter und Sprachbefehle erkennen, und zwar von bis zu sechs Personen gleichzeitig. Das System kann sich selbst kalibrieren und z.B. Möbelstücke wie Stühle als solche erkennen und ignorieren. Auch die Ausrichtung der Kameras und Mikrofone geschieht automatisch über einen motorisierten Standfuss. Kinect gibt es in Europa ab dem 10. November für 219.- Fr. (inkl. einem ersten Spiel, exkl. Xbox 360) zu kaufen.


    (via Glozzer.tv)

    Spielen in der dritten Dimension

    Neben den neuen Eingabe-Devices erlebt auch die Ausgabe von Spielen auf dem Fernseher oder Videobeamer eine neue Dimension. Nach dem grossen Erfolg von 3D Filmen im Kino (Avatar etc.) springt nun auch die Spieleindustrie auf den fahrenden Zug auf.

    3D Unterstützung für den PC gibt es ja eigentlich schon länger, vor allem in Kombination mit sogenannten Shutter-Brillen. Diese decken jeweils abwechselnd das linke und rechte Auge ab, während auf dem Bildschirm synchron dazu jeweils ein perspektivisch angepasstes Bild angezeigt wird. Dies geschieht pro Auge in der Regel mindestens 60 Mal pro Sekunde, damit eine flüssige Bewegung entsteht.

    Mit den neuen 3D fähigen TV Geräten wird dieses Verfahren auch im Wohnzimmer immer populärer. Die Shutter-Brille ist dabei meist noch nötig, obwohl bereits Geräte existieren, bei denen auch ohne Brille ein 3D Effekt erzeugt werden kann. Diese Geräte stecken aber technologisch noch in den Kinderschuhen und sind sehr teuer. Vermutlich ist es aber nur noch eine Frage der Zeit, bis solche autostereoskopischen Displays auch für den Consumer-Markt verfügbar und bezahlbar sind.

    3D Brillen auf und los geht's

    Während Microsoft sich im 3D Bereich noch eher zurückhält, prescht Sony kräftig vor: Per Firmware-Update wird die PlayStation 3 für die 3D Darstellung aufgerüstet. Das System ist danach in der Lage, sowohl 3D Filme ab BluRay als auch Games mit 3D Unterstützung darzustellen. Sony hat wohl nicht zuletzt auch eine Umsatzsteigerung bei den hauseigenen 3D-fähigen TV-Geräten im Hinterkopf.

    Mit dem Nintendo DS Nachfolger 3DS präsentieren die Japaner sogar eine 3D-fähige autostereoskopische Handheld Konsole, bei der keine Brille benötigt wird. Allerdings dürfte der 3D Effekt auf dem kleinen Display mit der eher geringen Auflösung nicht umwerfend sein.

    Mobile- und Browser-Games im Vormarsch

    Nach dem grossen Erfolg von browserbasierten Spielen wie Farmville oder Mafia Wars bieten nun auch zunehmend grössere Spieleschmieden Games an, die im Webbrowser laufen. Häufig werden diese dann im free-to-play Modell (also Gratis) angeboten. Die Finanzierung solcher Games geschieht neben Werbe-Einblendungen immer häufiger über Micropayments (z.B. per SMS), mit denen Ingame-Gegenstände oder Levels dazugekauft werden können.

    Ähnlich funktioniert auch das Geschäft mit den Handy-Spielen, das vor allem durch den komfortablen Einkauf in den App-Stores der Systemhersteller begünstigt wird. Mit Windows Mobile 7 steigt demnächst auch Microsoft in dieses Geschäft ein und integriert seine Xbox Live Infrastruktur gleich als festen Bestandteil in das neue Mobile OS. Dieses ist übrigens auch für die Game-Entwickler sehr interessant: Das XNA Game Studio, in welchem bisher Games für Windows, Xbox 360 und Zune entwickelt werden konnten, unterstützt neu auch Windows Mobile 7. Dadurch wird die Entwicklung von plattformübergreifenden Spielen wesentlich vereinfacht.

    Insgesamt erwartet uns also ein sehr spannender Herbst und die langen, dunkeln Winterabende werden dank den Innovationen der Spielindustrie bestimmt etwas erträglicher und vor allem unterhaltsamer.

    Eingetragen 23.08.2010, 16:04 Uhr von Matthias Rambold mit 0 Kommentaren
  • Live von der gamescom 2010

    Soeben hat die diesjährige gamescom in Köln für die Presse die Tore geöffnet. Nach einem ersten kurzen Rundgang kann man durchaus sagen: Bigger, Better and More. Updates folgen.


    Eingetragen 18.08.2010, 11:12 Uhr von Andreas Widmer mit 0 Kommentaren
  • Googles Misserfolge

    Google Search

    Die Ankündigung von Google, Wave einzustellen, hat hohe Wellen geworfen (man sehe mir das allzu naheliegende Wortspiel nach). Das hat weniger damit zu tun, dass viele Anwender ihrer Plattform nachtrauern (sie wird ja genau deshalb eingestellt, weil sie zu wenig Anwender hat), sondern dass man sich nur schwer vorstellen kann, dass Google etwas misslingt. Ähnlich wie man Steve Jobs keinen ernsthaften Lapsus zutraut (Antennagate ist ja allein Mark Papermasters Schuld, Steve hat das iPhone G4 vor der Auslieferung nie gesehen!), so gibt man sich gerne der Illusion hin, Google habe nebst der Lizenz zum Gelddrucken auch die Genialität, den Erfolg ihrer Suchmaschine mit jedem anderen Projekt zu reproduzieren.

    Nüchtern betrachtet muss man allerdings zugeben, dass dies mehr als unwahrscheinlich ist; und historisch betrachtet darf man sagen, dass dies auch schlicht nicht zutrifft. Dabei muss man unterscheiden zwischen Märkten, die Google irgendwann aufgegeben hat, und solchen, die Google per Kriegskasse erobert hat, indem erfolgreichere Konkurrenten schlicht aufgekauft wurden.

    • Google Lively: Der 3D-Chat wurde just zu jener Zeit lanciert, als Second Life nach dem Hype in die Krise rutschte. So richtig lebendig wurde es deshalb auf dieser Plattform nie.
    • Google Videos: Bei den Video-Plattformen hatte Google nicht so richtig den Durchblick. So wurde der Konkurrent YouTube aufgekauft und weiterbetrieben, während Google Videos dem Sendeschluss entgegendämmerte.
    • Google Answers: Auf den Erfolg von Yahoo! Answers (im deutschsprachigen Raum unter Yahoo! Clever vermarktet) fand Google keine passende Antwort und zog sich deshalb Ende 2006 aus dem Markt der Q&A-Sites zurück.
    • Google Browser Sync: Im Bereich der Synchronisierung von Firefox-Bookmarks zwischen verschiedenen Rechnern hat Google Pionierarbeit geleistet. Heute gibt es mit Firefox Sync (ehemals Weave) und Xmarks (ehemals Foxmarks) gute Alternativen, Google hingegen hat das Interesse an dem Thema verloren.
    • Google Page Creator: Ähnlich wie bei den Video-Plattformen ging Google hier nach dem Prinzip “If you can’t beat them buy them!” vor. Google Page Creator wurde zugunsten von Google Sites (das auf dem eingekauften JotSpot basiert) eingestellt.
    • Google Gears: Diese Technologie für die Offline-Nutzung von Web-Applikationen kam offenbar nicht richtig in die Gänge. Jedenfalls verlor Google die Lust, sie auf alle Betriebssysteme und Browser anzupassen - selbst Chrome wird nur auf Windows unterstützt. Stattdessen wurde sie unter einer Open-Source-Lizenz freigegeben, was eine image-schonende Methode darstellt, unprofitable Software zu entsorgen.

    Liste von Googles Diensten und Technologien (Wikipedia)

    Diese Liste ist nicht abschliessend, und man darf annehmen, dass sie – wie bei jedem Unternehmen – mit den Jahren länger werden wird. Andererseits darf man aber auch nicht vergessen, wie viele mehr oder weniger erfolgreiche Produkte aus dem Hause Google kommen. Die Infobox am Ende des Artikels über Google in der englischsprachigen Wikipedia (vgl. Screenshot) ist da sehr erhellend…

    Eingetragen 17.08.2010, 23:07 Uhr von Martin Sauter mit 0 Kommentaren
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